Foto: Jens Reinicke (2010)Collage: Pia LehnerFoto: Jens Reinicke (2010)
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Landschaft und Orte

„Land aus Wein und Stein“

Dieses Motto charakterisiert wohl am besten die historisch gewachsene Gegend an Saale und Unstrut; gelegen im Geo-Naturpark „Saale-Unstrut-Triasland“, im Süden Sachsen-Anhalts und in Teilen von Thüringen. Die Landschaft aus steilen Uferhängen und markanten Hügeln ist durch die Trias-Eiszeit und ihre Ablagerungen geprägt. In weiten Zügen ist sie vom Weinbau gekennzeichnet. Der wird hier schon seit mehr als 1.000 Jahren betrieben. Trockenes und sonnenreiches Klima läßt auf den Muschelkalk-, Lößlehm- und Buntsandsteinböden exzellente Trauben reifen, die zu charakterreichen, oft prämierten Spitzenweinen ausgebaut werden. Weinbau und Winzer.

Blick nach Freyburg

 

Ausflugsdampfer "Fröhliche Dörte" (Foto: Weinbauverband Saale-Unstrut)

„An der Saale hellem Strande“

Größte und historisch bedeutendste Stadt der Saale-Unstrut-Region ist Naumburg (Saale). Ihr spätromanischer Dom „St. Peter und Paul“ wurde 2018 zum UNSECO-Weltkulturerbe erklärt. Zwischen Naumburg und der Kurstadt Bad Kösen liegt in der ehemaligen Anlage des Klosters Pforta nicht nur die älteste Schule Sachsen-Anhalts. Es waren auch die Mönche des Klosters, die den Weinbau in die Region brachten. Gleich nebenan befindet sich der älteste, durchgängig bewirtschaftete Weinberg des Anbaugebiets: auf dem „Pfortenser Köppelberg“ pflanzten die Zisterzienser vor fast 870 Jahren die ersten Reben.


Etwas weiter saaleaufwärts, hinter der Landesgrenze nach Thüringen wurde die historische Weinlandschaft dank Wende und Deutscher Einheit ab 1990 wiederbelebt. Zwischen Bad Sulza und Jena sind mittlerweile viele junge Weingüter mit ihren exzellenten Weinen beliebte Anziehungspunkte des Wein-Tourismus, auf und entlang der Flüsse der Region.

Von Rotkäppchen zur Himmelsscheibe

Nicht weit entfernt vom Zusammenfluss von Saale und Unstrut, liegt die Winzer-Stadt Freyburg (Unstrut); sie gilt als die inoffizielle „Weinhauptstadt“ des Anbaugebiets. Ihre Kirche St. Marien wird wegen ihrer Ähnlichkeit gerne als kleine Schwester des Naumburger Doms bezeichnet. Über dem Unstrut-Tal, das von malerischen, rebbestockten Steilhängen geprägt ist, thront die Höhenburganlage „Schloss Neuenburg“ – das Wahrzeichen der Stadt. Besonders markant: die vielen kleinen, liebevoll restaurierten Weinbergs-Häuschen entlang der Schweigen- und Ehrauberge, die so typisch für Saale-Unstrut sind.


Außerdem ist in Freyburg Rotkäppchen zu Hause – nicht das Märchen-Kind, sondern Deutschlands größter Sektproduzent. Und nicht zuletzt sind auch wie hier beheimatet – der Verein „Weinfreunde Saale-Unstrut“.


Ursprünge einer Hochkultur lassen sich an Saale und Unstrut übrigens bis auf die Zeit 2.000 vor Christus datieren; belegt durch den Fund der „Himmelsscheibe von Nebra“; hoch über der Unstrut, auf dem Mittelberg bei Wangen. Sie ist die bislang älteste Darstellung des Himmels und seiner astronomischen Phänomene weltweit. Vor Ort, im Himmelsscheibenzentrum „Arche Nebra“ werden ihr Fund, ihre Geschichte und die der Kulturlandschaft an Saale und Unstrut unterhaltsam und eindrucksvoll präsentiert. Hier geht es zu unseren Links


In den letzten Jahren verzeichnet ein Bereich besonderes Wachstum und erfreut sich reger Nachfrage: der Wein-Tourismus an Saale und Unstrut. Nicht nur, dass viele traditionelle Weinfeste und –Veranstaltungen die Besucher seit vielen Jahren anlocken. Auch die touristische Infrastruktur wird immer weiter an die Bedürfnisse der Wein-Urlauber angepasst; sei es in Form von Rad-, Wander- oder Bootsrouten oder mit Übernachtungsangeboten bei den Winzern direkt. Hier geht es zu unseren Links

Freyburg (Foto: Weinfreunde Saale-Unstrut e.V.)
Höhnstedt im Herbst (Foto: Weinbauverband Saale-Unstrut)